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Dienstag, 5. Januar 2016

2015 - Das war's

So, dann hätten wir das auch mal wieder!
Das große Ziel für 2015 war der Marathon in < 2:45 Std., was mir leider nicht gelang (Oktober, Dresden). Offenbar besitze ich nicht die Fähigkeit, einen Bogen ansteigender Form über 3 Monate zu spannen und dann am Stichtag das Feuerwerk abzufackeln. Dabei sah es bis 14 Tage vor dem Marathon sehr gut aus, der letzte Meilenstein kurz vorher war mein schönster (weil überraschendster) Erfolg in diesem Jahr: ein Sieg bei einem Unterdistanz-WK bei reichlich Höhenmetern (Saale-Rennsteig). Ich lerne: Die Trainingsumfänge im Rahmen des Greif-Planes, den ich sehr mag, waren gut; aber bei Intensität und Länge der Vorbereitungs-WK habe ich übertrieben.
Das letzte Quartal des Jahres war ein Totalaufall mit deutlich weniger km aus 3 Monaten als allein im September! Es waren gesamt 3300 km dieses Jahr, 350 weniger als 2014, sogar 750 weniger als 2012.
Vielleicht hat das Laufen nun seinen Stellenwert im Leben gefunden und ich sollte das akzeptieren. Viele hundert km -grob geschätzt 800- war ich dieses Jahr mit Babyjogger unterwegs, das habe ich jedes Mal genossen. Mein kleines Mädchen ist mir viel wichtiger als jeder Sport, die viele Zeit an der frischen Luft wird auch ihr gut getan haben. Einen Geschwindigkeitsrausch wird sie dieses Jahr sicher nicht bekommen haben :-)
Das neue Jahr lasse ich auf mich zukommen, suche derzeit noch einen Rhythmus für das -idealerweise- tägliche Training und werde wieder bei den ganz kurzen Distanzen anfangen...

Doch höchstens nur bis Mitte Mai
- denn dann trag' ich die "103"!

Wettkampf20152014201320122011
< HM24312
HM23416
M54177
Ultra54682

Samstag, 22. August 2015

Rückblick 2014, das wird ja auch Zeit, oder?

Das vergangene Jahr war von kurzen Ultras und einigen lockeren Marathons geprägt. Dazu gesellten sich ein paar Halbe (u.a. wieder Getting Tough!) und als besondere Würze vier knackige Kurzdistanzen.
Unterm Strich waren es gut 600 gelaufene km mehr als 2013, aber das größte und schönste Ereignis fand natürlich jenseits der Laufstrecke statt! :-)
Das war dann auch der Grund, warum das Projekt "42k Sub 2:45" um ein Jahr verschoben wurde.

Wettkampf2014201320122011
< HM4312
HM3416
M4177
Ultra4682

Sonntag, 5. Januar 2014

Blick zurück auf 2013 und nach vorn auf 2014

In gewohnt rasantem Tempo ging auch dieses Jahr 2013 wieder vorbei. Insgesamt "lief" es erwartungsgemäß etwas ruhiger als in 2012. Von den 3015 km im vergangenen Jahr entfielen die Hälfte auf das Quartal Juni/Juli/August, womit der Schwerpunkt deutlich wird: Das war der Rennsteig-nonstop-Lauf über 170 km. Die übrigen Wettkampfdistanzen verteilen sich wie folgt, diesmal als Vergleichstabelle:

Wettkampf
2013
2012
2011
< HM
3
1
2
HM
4
1
6
M
1
7
7
Ultra
6
8
2

Also ein absolutes Marathon-Verweigerungsjahr! Erst recht, weil der einzige Marathon der entspannte Wintermarathon Mitte Januar war. Alle Ultras (3 von 6 allein im August) waren auch recht entspannt -fast ambitionsfrei, ohne besondere Motivation- und ohne großem Wettkampf-Tam-Tam, außer dem 100-Meiler natürlich.
Erschreckend ist die Häufung von vier HM in Folge im letzten Quartal (Weimar, Dresden, Rudolstadt, Gera), das gab's noch nie!! 
Und so in der Art soll es auch weitergehen in 2014. Aus diesem Winter kriecht ein hungriger Läuferhund, der sich im Verlauf des Jahres die verschiedenen Distanzen "hochbeißen" will. Im ersten Quartal soll meine HM-Bestzeit fallen, im zweiten dann meine Marathonzeit - großes Ziel sind hier 2:45 h!
Das zweite Halbjahr soll überwiegend den wunderbaren Ultras gewidmet sein. Auf meiner völlig unverbindlichen Merkliste stehen für 2014 schon 7 Ultras, mal schauen was davon klappt.

Ich wünsche euch nun allen ein erfolgreiches Laufjahr 2014! Seid hart zu euch, ihr wisst, es lohnt sich!
Bleibt gesund und dann sehen wir uns vielleicht an der nächsten Startlinie!

Freitag, 4. Januar 2013

Doch noch ein Jahresrückblick 2012

Schnipp! Und wieder ist ein Jahr weg.
Aber ich will hier nicht groß rumphilosophieren, sondern nur ein paar Fakten für die Statistik nennen.

Gelaufen bin ich in 2012 ziemlich genau 4048 km, davon entfallen:
- auf Halbmarathon oder weniger: 2 Wettkämpfe*
- auf Marathon*:  7 Wettkämpfe*
- auf Ultra*: 8 Wettkämpfe* mit 726 km* (Rennsteig-Etappenlauf als 1 Ultra* gewertet)*

*) Erläuterung:
Es ist teils müßig, einen Marathon vom Ultra zu unterscheiden, einen Wettkampf vom Spaßlauf; ja sogar, einen Lauf von einer Wanderung. Warum tut man es dennoch? Also ehrlich, ich kann meine persönlichen Ziele & Vorstellungen vom Laufen im Moment nicht mit solchen Kategorisierungen ein Einklang bringen.
Gestern schaffte ich gerade mal zwei gejoggte km, dann trat ich den Heimweg an. Heute früh lief ich ein paar lustlose Kilometer und beschloss, da dies schon ein paar Wochen so geht, ein paar Dinge zu ändern. Ich laufe meiner Form hinterher (1:0 für's Phrasenschwein!), mein Sprunggelenk schmerzt nach fast jedem Lauf, irgendwie geht es weder vor noch zurück. "Zurück" (weniger laufen) ist angesichts der selbst gesteckten Ziele keine Option, "vorwärts" will der Körper gerade nicht.
Also ist eine eine grundsätzliche Entscheidung fällig, die ohnehin gerade sehr gut in die persönliche Planung passt: Ich werde in 2013 keine Bäume ausreißen, was die Anzahl an Wettkämpfen angeht, die Trainingskilometer usw. Hier muss dringend etwas Druck raus genommen werden. Nach der Brocken-Challenge ist erst mal Pause angesagt, Anfang Juni kommt dann der Skatstadtmarathon, Ende August der Rennsteig-nonstop und schwupps, ist 2013 auch wieder rum.
Nach zwei wunderbaren Laufjahren schieb ich jetzt ein Sabbatjahr ein und konzentriere mich nur auf den Spaß am Laufen - und auf den ganzen wunderbaren Rest, den man so "Leben" nennt :-)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Rückblick 2011

Hey prima, als ich mich vom Untertagemarathon (siehe unten) mit Grausen abwandte, konnte ich einen kurzen Blick auf das zurückliegende Laufjahr werfen. Sah verdammt gut aus, ehrlich. Sah wie eine Entwicklung aus. Schauen wir mal etwas genauer hin.

Wettkämpfe:
Für so einen Hobbyläufer aus der zweiten Reihe war es ein verhältnismäßig intensives Wettkampfjahr. Insgesamt kam ich auf ca. 600 Wettkampf-km, welche sich wie folgt aufschlüsseln:2x Kurzstrecke, 6x Halbmarathon, 7x Marathon, 2x Ultradistanz.
Dabei vermied ich über das Jahr die typische, auf ein Ziel fixierte, Leistungskurve, sondern nahm (manchmal spontan) alle paar Wochen einen Wettkampf ins Visier und wechselte dabei beliebig zwischen den Distanzen. Dabei traten drei völlig verrückte Ereignisse ein, die ich Mitte 2010 noch für unmöglich hielt:
1. Ich lief den Marathon in weniger als drei Stunden (Gera, August).
2. Ich lief einen 75-km-Ultra (Waren/Müritz, August).
3. Ich gewann einen Marathon (Saale-Rennsteig, September)
Dieses drei Dinge "passierten" mir auch noch binnen sechs Wochen - unglaublich, oder?!

Training:
Ich wollte und konnte eine deutliche Steigerung, primär des Trainings-km-Umfangs, erreichen. Es stehen nun ca. 2800 reine Trainingskilometer zu Buche, das sind etwa 250% meiner Vorjahresleistung. Ich verfolge keinen Trainingsplan, sondern vertraue auf die ganz natürlich auftretende Varianz im Training, wenn ich die Laufstrecke ändere. Ich suche ständig neue Pfade und es vergehen meist Monate, bis ich eine Strecke zum zweiten Mal laufe (glücklicherweise bin ich eine Orientierungsniete und allein dadurch kommen schon sonderbare Laufstrecken zustande). Das Laufen folgt einfach der Lust und Laune des Tages und ähnelt ansonsten einem Flirt: Wenn es sich gut anfühlt, mach einfach immer weiter!

Ausrüstung:
Ich überlebte das Jahr, ohne mir Schuhe gekauft zu haben - Wahnsinn, oder? Genau genommen hatte ich mir auch schon 2010 keine Schuhe gekauft (außer die FiveFingers). Klar, einen Schönheitspreis werden meine alten Sauconys bzw. meine Lunge C-Dur nicht gewinnen, da alles langsam aus dem Leim geht. Was die mangelnde Dämpfung dieser "Oldies" angeht (was also quasi meine Laufgesundheit betrifft), so vertraue ich auf meinen Vorderfußlaufstil und vermeide weitestgehend ein Aufkommen mit der Ferse voran. Gespannt verfolge ich die Diskussionen um das Barfußlaufen, "natural running" usw.
Größte Investition des Jahres war der Garmin Forerunner 305, mittlerweile auch ein Oldie, aber für meine Zwecke ein echtes Preis/Leistungs-Juwel. Die GPS-Aufzeichnung der Strecken motiviert mich, die Pulsmessung ist amüsant und informativ und außerdem hatte ich ja seit der fünften Klasse keine Uhr mehr :-)
Noch ein Preis/Leistungs-Hammer war der 19€-Laufrucksack. Für Leute, die gerne mal 30-km-Runden oder länger laufen, sehr empfehlenswert. Den ausführlichen Test habe ich ja bereits geschrieben.

Was gab's sonst noch?
Seit Anfang Juli bin stolzes Mitglied des GutMuths-Rennsteiglaufvereins; primär, um die Arbeit der Rennsteiglauforganisatoren zu würdigen und diesen Laufklassiker zu erhalten. Aber auch ganz eigennützig, um vergünstigt am Rennsteiglauf (und auch z.B. am Rennsteig-Etappenlauf) teilnehmen zu können.

Darüber hinaus unterstütze ich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten (Flyer verteilen, Werbe-Laufshirt, Mund-zu-Mund-Propaganda) den Skatstadt-Marathon in Altenburg, da es die Organisatoren dieser Laufveranstaltung immer wieder schaffen, absolute Partystimmung in meiner alten Heimat zu verbreiten und insbesondere tausende Schüler teilnehmen (mir persönlich ein sehr wichtiger Punkt).
Das Laufen hat sich im Jahr 2011 als ein fester Bestandteil in meinem Leben etabliert. So viele schöne und unschöne, euphorisierende und niederschmetternde, lustige und schmerzhafte Erlebnisse durfte ich mit interessanten Menschen teilen, die alle unauslöschlich Teil meiner ganz persönlichen Laufgeschichte wurden.
Aber 2011 war auch mein erstes Jahr als Vegetarier. Dies ist übrigens ein weit weniger bedeutender oder einschneidender Vorgang im Leben als oft vermutet wird. Man beschäftigt sich nur intensiver mit Kochrezepten oder allgemein mit dem, was auf den Teller kommt. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Mensch grundsätzlich ein Allesfresser sein KANN (also so wie Schweine, die ich - lebendig! - sehr mag). Aber wir haben die verdammte Pflicht als Menschen, mit unserem Verstand zu erwägen, was wir essen DÜRFEN. Wir nutzen damit dem Tier (das nicht vor und während seines Todes gequält wird), wir nutzen damit der Umwelt (25% der Landfläche + 80% der Energieerzeugung weltweit dient Tierfuttererzeugung) und wir nutzen uns selbst (Vermeidung tierischer Fette, antibiotischer Futterzugaben, etc.). Wer über den ganzen Wahnsinn hinter unserem Fleischkonsum etwas in Erfahrung bringen will, braucht nur zu googeln. Und ja, ich weiß, Vegetarier zu sein heißt noch immer, Tierleid zu verursachen (z.B. Eierproduktion). Aber jeder Schritt weg vom Fleisch ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Auf das Laufen hat es jedenfalls keine negative Auswirkung. Im Gegenteil führt die automatisch intensivere Beschäftigung mit der eigenen Ernährung auch zu deren Verbeserung. Viele Weltklasseläufer sind Vegetarier/Veganer, z.B. Scott Jurek oder Michael Wardian.